Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist eine angeborene Fehlbildung, die durch einen Verschlussdefekt der Gesichtsstrukturen des Babys während der embryologischen Entwicklungsphase entsteht. Beim Neugeborenen kann ausschließlich eine Lippenspalte, eine Gaumenspalte oder eine kombinierte Lippen- und Gaumenspalte vorliegen. Diese Spalten können einseitig oder beidseitig auftreten.
Wird ein Baby mit einer Gaumenspalte geboren, müssen spezielle Trink- und Ernährungsplatten angefertigt werden, um eine ausreichende Nahrungsaufnahme zu ermöglichen. Zusätzlich unterstützen spezielle Babyflaschen und Sauger den Ernährungsprozess.
Die operative Versorgung erfolgt in der Regel im Alter von 4–6 Monaten für die Lippenspalte und im Alter von etwa 1 bis 1,5 Jahren für die Gaumenspalte.
Nach diesen Operationen sind Entwicklungsstörungen wie verzögerter Zahndurchbruch, Fehlstellungen der Kiefer oder eine Kieferverengung häufig. Zur frühzeitigen Erkennung dieser Probleme sollte das Kind im Alter von 7–8 Jahren erneut einem Kieferorthopäden vorgestellt werden und der empfohlene Behandlungsplan konsequent eingehalten werden.
